Kapitel 2- Froschregen ist kein Segen

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Kapitel 2- Froschregen ist kein Segen

Dann gab es eine sonderbares Erlebnis, dass ich an dieser Stelle nicht ausparen will. Ich hatte nach einem weiteren Abenteuer, wo ich eine Insel vor der Vernichtung durch einen Buster Call gerettet habe, indem ich diese mit meiner heldenhaften Zwille versenkte und diese mir zum Dank ein Schiff schenkten, dass einem Marineadmiral würdig ist, mich auf den Weg zu einer Insel gemacht, die ich schon seit meinen Kindheitstagen sehen wollte. Es handelte sich dabei um eine sumpfige Insel, die dafür bekannt war, dass sie in unregelmäßigen Abständen ein Goldregen erlebte - im wahrsten Sinne des Wortes. Dem wollte ich natürlich nachgehen, da ich ein paar Berryrücklagen notwendig hatte - nicht nur für etwaige Reparaturen, sondern auch für weitere Munition und neue Kleidung. Diese war nämlich zerrissen und mit Lippenstiftküssen übersäht, nachdem ich von den Amazonen von Amazon Lily entführt wurde und diese mich auf ewig mit ihrer Liebe auf ihrer Insel halten wollten. Anfangs gefiel mir freilich die Zuneigung - später merkte ich aber, dass sie mich als Zeuger für alle nachfolgenden Generationen der Insel gebrauchen wollten. Sie sagten, sie hörten von meinen heldenhaften Taten und wollten eben jene heldenhafte DNA den nachfolgenden Generationen weitergeben. Aber nein! Ich war ein Held und war nicht bereit, mich zu solch niederen Zwecken missbrauchen zu lassen. Und so erkämpfte ich meine Freiheit, wenngleich die Weibsbilder mir bei der Flucht die Kleider regelrecht vom Körper reißen wollten.

Nachdem ich so in Gedanken schwelgte, merkte ich gar nicht, dass ich immer langsamer wurde und mein Schiff sich in einer schlammartigen Schlacke verhakte. Als ich raussprang und das Schiff mit meiner Manneskraft und bloßen Händen befreien wollte, vernahm ich von hinten plötzlich eine Stimme. Ich fuhr sofort um und sah eine alte Frau, die einer Sumpfhexe glich. Sie sagte mir, dass ich nicht der erste wär, der so dumm war mit seinem Schiff durch das Batre Bouillon Bayou zu reisen und sich dann wunderte, dass er in dem moorigen Untergrund stecken blieb. Ich versuchte der alten Schrulle zu verdeutlichen, dass volle Absicht war, da ich aufgrund des Goldregens hierherkam. Sogleich zauberte sie ein abschreckendes Lächeln auf ihre hässliche Fratze und zeigte mir ihren letzten stumpfen Zahn, als sie freundlich mit ihrem knorrigen Stab weiter hinein in den Sumpf deutete. Sie sagte mir, ich solle ihr folgen und mich von all den Strapatzen der langen Reise erholen. Ich folgte ihr natürlich, da ich als ehrenhafter Held keinem Senior einen Wunsch abschlagen sollte. Wir kamen schließlich an ihrer sonderbaren Sumpfhütte an, die eher an eine heruntergekommene Holzlatrine erinnerte und vor dessen Haustür, die aus einem Perlenvorhang bestand, ein riesiger Kessel mit einem dickflüssigen, widerlichen Gebräu vor sich hinköchelte. Als wir schließlich in dem ramponierten Häuschen saßen, schöpfte sie aus einer großen Kanne ein dunkelbraunes Gebräu, in dem ein Augapfel zu schwimmen schien, welches mich spöttisch anschaute. Sie erzählte mir, dass es sich hierbei um eine Spezialität der Insel handelte und es unhöflich wäre, dies abzulehnen. Nun muss man fairerweise sagen, dass ich zum Zeitpunkt dieser Reise noch ziemlich grün hinter den Ohren war. Heutzutage würde ich von keiner sonderbaren alten Frau irgendwelche noch sonderbareren Gebräue annehmen und verzehren. Aber so geschah es und wenige Momente später wurde mir schwindelig und ich fiel stöhnend in Ohnmacht, während ich die Alte noch dabei betrachten konnte, wie sie ihren Zutatenschrank plünderte.

Als ich aufwachte, fand ich mich an einem aufrecht stehendes Holzkreuz vor ihrer Haustür gefesselt wieder. Langsam das Bewusstsein wiedererlangend, überblickte ich voller Entsetzen die Situation, die sich vor mir abspielte. Die Alte war mittlerweile in einem lumpenartigen Rituatlkleid gehüllt und mit blasphemischen Gesichtsbemalungen verziert. Ihr sonderbarer Stab begann zu glühen, während sie epileptisch in einem auf dem Boden gezeichneten, satanischen Symbol durch die Gegend tanzte. Daneben stand der brodelnde Kessel, der höchstwahrscheinlich für mich reserviert war. Ich versuchte mich zu befreien, wenngleich es mir nicht sofort gelang. Ich befahl ihr, sich zu erklären. Sie stoppte ihren konvulsivischen Tanz und lachte mich wie ein freches Kind aus. Sie beteuerte meine Dummheit und erfreute sich daran, dass es genug Idioten auf der Grand Line gibt, die immer wieder aufgrund des Geldregens - eine Lüge, die sie wohlgemerkt bewusst in der World Economy News verbreitete- hierherkamen und sich perfekt als Opfer anboten für ihren heretischen Sumpfgott. Ich konnte nicht fassen was diese verrückte Vettel dort sagte, aber kaum beendete sie ihr sonderbares Geplapper, schoss sie mit ihrem Stab einen hellen, erblindenden Strahl in die Luft und sogleich folgte eine Schar von Monstern, die ich kaum zu beschreiben wage. Sie fielen regelrecht vom Himmel - es waren Hypridwesen, die aussahen, als ob sie eine Mischung aus Fröschen und Libellen wären. Im freien Sturz gingen sie schließlich in ihren Flugmodus über und stürzten sich auf mich, wahrscheinlich um mich zu zerfleischen. Freilich war davor gefeilt und hatte schon, während die Alte ihre unmenschliche Geschichte erzählte, das Seil mit bloßer Muskelkraft zerrissen. Ich schnappte mir eine Fackel, die dekorativ neben meinem Märtyrerkreuz stand und schwang es wild hin und her um die Viecher von mir fernzuhalten. Die alte Schrulle schlug mir währenddessen in die Seite und kratzte mich mit ihren fahlen Fingernägeln. Ich versuchte sie von mir abzuwenden, aber sie gab nicht auf. Schließlich stürzten die Wesen auf mich und begannen, mir ins Fleisch zu beißen. Es schien ausweglos, bis mir die rettende Idee kam. Ich hatte noch ein sonderbares explosives, aluminiumhaltiges Pulver in der Tasche, welches auf der Transeninsel stibitzt hatte und warf es als meine letzte Hoffnung in die Flamme der Fackel. Daraufhin gab es eine erblindende, weiße Explosion und die Monstren ließen von mir ab. 


Was dann geschah war fast zu grausig, um es zu beschreiben, aber als ich mich hinter dem Kessel versteckte und die Wesen aus ihrer Betäubung erwachten, stürzten sie auf die alte Hexe und schleppten sie unter Schmerzensschreien in die Luft. Dort zerrissen sie sie schließlich unter Todesschreien in ihre Einzelteile und es begann tatsächlich zu regnen - Es war kein Goldregen, aber doch ein Blutregen. Und während ich mich mit meinem Cape davor schützte, begann schließlich, die Sonne durch die düsteren Sumpfbäume zu brechen und die Insel freundlicher wirken zu lassen. Aus diversen Kellern und Verstecken kamen Menschen hervor, die sich weinend bei mir bedankten und sagten, dass diese Hexe sie terrorisierte und immer wieder Dorfbewohner an ihren heretischen Sumpfgott und diese fliegenden Ungetüme opfern wollte, weswegen sie sich alle versteckten. Wir feierten daraufhin ihre Befreiung drei Tage und drei Nächte lang und zu meinen Ehren benannte man die Insel nun in ,, Lord Lysop Bayou'' um, was ich bescheiden entgegennahm. Mit einem tränenreichen Abschied von meinen neuen Freunden verließ ich schließlich die Insel und sagte mir, dass ich nie wieder in eine solch offensichtliche Falle tappen würde und ich mich auch nicht der Geldgier hingeben werde. Etwas, liebe Leser, an dem ihr euch ein Vorbild nehmen solltet!

Oder auch nicht! Geld ist schön, Geld ist toll. Geld ist wahrlich wundervoll. Wenn euch diese Märchen gefallen, gibt es jetzt die goldgeprägte Spezialausgabe für nur schlappe 460 000 Berry. 

-M 

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